1qm Lein – oder vom Garten zum Hemd bzw. Tischläufer
Kurz nach der Geburt meiner zweiten Tochter, damals in den USA, kam mir bei Shuttles, Spindles and Skeins eine Webzeitschrift in die Hände – und ich war sofort hin und weg von den kleinen Musterproben, die dort gezeigt wurden. Daraus entstand ein Gedanke, der mich nicht mehr losließ: Wie schön wäre es, einmal aus selbst angebautem und handgesponnenem Leinen genau mit solchen Mustern einen kleinen Tischläufer zu weben? Das ist jetzt über 20 Jahre her.
Das Leben kam dazwischen – vor allem meine Kinder, die mich lange Zeit ziemlich auf Trab gehalten haben. Aber wie es so oft ist: Wenn die Zeit reif ist, öffnen sich plötzlich Türen. Eher zufällig ergab sich für mich die Möglichkeit, das Spinnen zu lernen. Vertiefen konnte ich diese ersten Ansätze in Boulder, wo ich auch die Chance nutzte, an einem 4-Schäfter das Weben zu lernen.
Auf unterschiedlichen Wegen fand dann auch der Flachs zu mir: einmal über das Projekt 1qm Lein und durch den Kunzenhof, wo es schon seit über 17 Jahre Fortbildungen zu Anbau und Verarbeitung von Flachs gibt.
Nach mehr als 20 Jahren habe ich nun also das nötige Wissen – und mit etwas Hilfe und Glück bald auch das passende Material –, um mir diesen lang gehegten Traum endlich zu erfüllen. Im Folgenden berichte ich Euch, welche Schritte nötig waren, um spinnbaren Flachs zu gewinnen, und wie es mir dabei ergangen ist.
Vorüberlegungen – welcher Lein fürs Hemd..
Noch bevor es richtig losgehen konnte, musste die Frage nach dem passenden Saatgut geklärt werden. Hilfreiche Informationen hierzu und Erfahrungsberichte zu Anbau hier im Norden und Verarbeitung findet man unter Flachs.de. Schließt man sich der 1qm Lein Community an, kann man über sie Saatgut und hilfreiche Informationen zum Thema Flachs bekommen und wird dabei noch rundum betreut. Das gleiche gilt für den Kunzenhof, im kleineren Rahmen und umso persönlicher.
Nachdem ich mich beim Flachsshop für die Sorte „Avian“ entschieden hatte, schloss ich mich doch dem 1qm Lein Projekt an. Mit der Sorte „Christine“ und über meine Mutter, die in Freiburg lebt, kam ich über den Kunzenhof zu „Tango“. Manchmal ist das schon lustig. Aber, ich kann gleich vorweg nehmen, dass für mich als Laien keine spürbaren Unterschiede im Anbau und Fasermaterial zu erkennen waren. Vielleicht sehe ich das in ein paar Jahren mit zunehmender Erfahrung anders.
Ab in den Garten..
Also, das Saatgut war geklärt, nun ging es darum, für den Anbau passende Plätze im Garten zu finden.
Leider waren meine sonnigsten Stellen besetzt oder von der Familie nicht frei gegeben.
Wohin mit dem Flachs?
Mein Kompromiss bestand darin, eine „Maurerbütt“ in Sonnenlage zu platzieren, gut geschützt am Haus, ein halbschattiges Rasenplätzchen, das ich extra für den Zweck rodete, und eine kleine schattigere Stelle am Wall, um zu sehen, wie sich der Lein da entwickelt.


Gelesen hatte ich, dass stickstoffreicher Boden schlecht sei, da er das erste Wachstum beschleunigt, die Halme dann schießen, wodurch sie leichter knicken bzw. umfallen und die Faserqualität leidet. Also Hände weg vom Dünger und in die Maurerbütt kam einfache Pflanzerde.
Was gilt es sonst noch zu beachten?
Wichtig ist auf jeden Fall auch, dass die Fläche frei von Beikraut ist, da der Flachs dagegen immer den Kürzeren zieht. Das sollte man auch gut im Auge behalten, bis der Flachs so 25-30 cm hoch ist. Beim Jäten ist es dann auch nicht so schlimm, wenn sich die Stängel mal hinlegen (was sich bei größeren Flächen nicht vermeiden lässt). Der Flachs sich richtet sich wieder auf, sofern er nicht geknickt ist. Ich habe mal in einem Dokumentarfilm gesehen, dass die Jäterinnen mit großen Sammelschürzen die Flachsreihen abgeschritten sind – und dabei die Schuhe am Feldrand standen.
Das Säen erwies sich für mich als eine ziemlich anstrengende und langwierige Sache. Er soll bekanntlich das „Mittagsläuten noch hören“. Die Saattiefe wurde demnach mit 1-2 cm angegeben. Dies erschien mir einfach, da ich mich für eine Aussaat in Reihen entschieden hatte – damit wollte ich sicher stellen, Beikräuter und kleine Flachspflänzchen besser unterscheiden zu können. Wie das bei einer breitwürfigen Aussaat zu gewährleisten ist, ist mir nicht ganz klar – das überlasse ich den Profigärtnern unter Euch!
Dann kam die Frage der Saatdichte – 14-25g pro Quadratmeter. Da wurde es knifflig. Ich machte eine kleine Rechenaufgabe daraus, brach alles auf 10 Quadratzentimeter herunter und ermittelte daraus den Abstand zwischen den Samenkörnern – ca. einen Zeigefingernagel lang. Beim Reihenabstand schieden sich die Geister. 5-10cm war die Ansage. Ich entschied mich für ca. 7cm, wobei ich glaube, dass 7cm auf dem Beet tatsächlich eher 10 cm entsprachen… Ich brauchte gefühlte Ewigkeiten, bis die Saat im Boden war, aber ich wollte halt alles „richtig“ machen.
Kleines Fazit zum Anbau
Im Nachhinein würde ich sagen, dass man auf jeden Fall in Reihen pflanzen sollte, sodass man das Beikraut gut unter Kontrolle hat und wegen der besseren Übersichtlichkeit. In der Regel müssen wir ja keinen ganzen Acker bestellen.
Aber ich würde mir nicht mehr so viel über die Pflanzabstände Gedanken machen. Ich denke, gut ist, wenn die Luft zwischen den Pflanzen gut zirkulieren kann. Dies gilt speziell bei uns im Norden, wo die Sommer doch oftmals eher feuchter sind und die Sonneneinstrahlung nicht so intensiv ist.
Will man, wie ich, feinere Fasern gewinnen, dürfen die einzelnen Saatkörner auch etwas enger liegen, umumbei 30+ pro 10 cm und die Reihenabstände können auch zwischen 5 und 7cm liegen, vorausgesetzt, dass man noch gut jäten kann.
Deutlich machten sich die Unterschiede in der Aussaat bei meiner Mutter in Freiburg. Sie startete genauso wie ich in Reihen und den angegebenen Abständen. Doch warum war noch soviel Samen in der Saattüte, die sie erhalten hatte?!? Da konnte etwas nicht richtig sein. Also verteilte sie die übrigen Saatkörner großzügig in und durchaus zwischen ihren Reihen – mit dem Ergebnis, dass sie in der Folge nicht nur eine wesentlich größere Ernte, sondern auch qualitativ höhere, feinere Fasern erhielt, und das sicher nicht nur aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse…
Zeit der Spannung bis zur Raufe
Die Zeit zwischen der Aussaat und des Raufens, sprich des „Herausreißens“ der Flachspflanzen, machte mir bewußt, wie abhängig man als Bauer bzw. Flachsbauer doch vom Wetter ist.
Der Flachs läuft auf…
Traditionell wird der Flachs am 100. Tag des Jahres gesät und nach 100 Tagen geerntet. Gesät wird Mitte März bis Mitte Mai, je nach Zeitplan und Witterung. Bei mir kam die Saat am 10.4.2025 in die Erde. Das Frühjahr startete ganz gut mit freundlichen Temperaturen, etwas Niederschlag und viele sonnige Tage. Dazu muss man im Kopf behalten, dass der Flachs schon ab 3 Grad aufläuft. Danach wechselten sich feuchte und trockene Perioden ab und die Temperaturen… na ja…
Der Flachs ging in allen Gartenbereichen gut auf und es machte Freude, ihm beim Wachsen zuzuschauen. Das Flachsbeet im Halbschatten liegt in einer eher windigen Ecke meines Gartens. Als die Flachsstängel gut kniehoch waren, entschied ich mich dafür, dieses Beet zu „stickeln“, um die Halme vor dem Kippen und Knicken zu schützen. Der Plan war, Rankhilfen um die Beetränder zu setzen, um mit ihrer Hilfe eine Schnur zumindest außen herum und eventuell zwischen den Flachsstängeln zu spannen. Doch leider scheiterte ich am Boden. Ich hatte den besten Zeitpunkt verpasst, danach war der Boden so hart, dass meine Rankhilfen sich einfach nicht tief genug setzen ließen. Und als ich dann merkte, dass sich die Flachspflanzen auch ohne ganz ordentlich hielten, habe ich diese Idee einfach aufgegeben…



Wachstum und Blüte
Irgendwie schien auch die 100 Tage Regel bis zur Ernte nicht zu greifen. Was die Höhe anging, entwickelten sich die Flachspflanzen zu Beginn sehr ähnlich. Doch dann machten sich deutliche Unterschiede bemerkbar, je nachdem, wieviel Sonne sie abbekamen. Freude brachte der Flachs in der Bütt. Er blühte dort um einiges früher und die Pflanzen waren doch relativ gleichmäßig hoch.




Die Ernte – das Raufen der Flachspflanzen
Danach wurde es nochmal kniffliger für den Flachsgärtner. Wann war der richtige Zeitpunkt für die Raufe gekommen? Laut Empfehlung sollte die Hälfte bis zwei Drittel des Stängels welk sein und die Samenkapseln verfärbt. Meine Pflanzen blühten insgesamt später und über einen wesentlich längeren Zeitraum, als erwartet. Erschwerend kam dazu, dass es sehr feucht und regnerisch wurde, wodurch die Samenbildung nur zögerlich voranschritt und die Welke nicht beginnen wollte. Dafür kämpfte ich immer stärker gegen Mehltau. Letztendlich orientierte ich mich dann an der Reife der Samen und erntete den Flachs in Etappen und vernachlässigte etwas den Aspekt des Welkegrades.

Bei der Ernte habe ich die Flachsstängel nicht geschnitten, sondern mit den Wurzeln aus der Erde gerissen, damit die Fasern möglichst ihre volle Länge behalten. Ich bündelte sie ganz lose und hing sie unter Dach, an einem geschützten, aber windigeren Platz auf zum Trocknen.
Ernte des Leinsamens – das Riffeln
Die Trockenzeit gab mir etwas Luft, den nächsten Arbeitsschritt vorzubereiten – das Riffeln. Dabei werden die Samenkapseln der Flachspflanze, die sich nach der Blüte an den Stängelspitzen gebildet haben, durch einen Riffelkamm gezogen, um sie vom Stängel abzustreifen.
Der erste Arbeitsschritt also, für den es eine spezielle Gerätschaft gab… Nach einigen Recherchen behalf ich mir mit einem grobzinkigen Holzkamm aus dem Drogeriemarkt. Da ich ja keine Scheune voll Flachs zu riffeln hatte, war ich mit dieser Lösung sehr zufrieden!
Vorgehensweise beim Riffeln
Ich sammelte die Saatkapseln auf einem alten Leintuch und teilte sie in kleinere Portionen auf. Auf einem Küchenbrett rollte ich mit einem Wellholz darüber, um die Kapseln zu zerbrechen und den Leinsamen frei zu legen. Danach half mir ein tiefer Teller und ein bisschen Wind- oder Puste, die verbleibenden Hülsen zu verblasen und den Leinsamen für die nächste Aussaat (und/oder den Müsliteller) zu reinigen. Es kam doch eine nette Menge zusammen!



Der Weg zur spinnbaren Faser
Die Flachsrotte oder Röste
Im nächsten Schritt sollen die Flachsfasern mit Hilfe von Bakterien und Pilzen von den pflanzlichen Klebstoffen (Pektine) befreit werden, die sie untereinander und mit dem holzigen Kern verbinden. Dieser Prozess wird als Flachsrotte oder Röste bezeichnet und kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden.
Die Tauröste
Die einfachere war für mich die Tauröste, da die Flachsstängel hierfür einfach im Garten breitgefächert auf dem Rasen ausgelegt werden mussten. Es galt nur daran zu denken, die Halme ab und an zu wenden.
Platzprobleme konnte ich umgehen, da meine Ernte ja in Etappen erfolgte und ich daher immer kleinere Mengen zu verarbeiten hatte. Außerdem ist der Vorgang etwas verlangsamt im Vergleich zur Wasserröste, was einem unerfahrenen Flachsgärtner, wie mir, mehr Zeit gab, zu entscheiden, wann der Röstprozess abgeschlossen werden sollte.
Ich teilte die Stängel etwas nach ihrer Stärke auf und kontrollierte regelmäßig, ob die Fasern sich schon lösten, indem ich den Stängel brach. Das hört sich so leicht an, aber manchmal steht man da ziemlich unentschlossen davor. Das Risiko ist immer, dass man zu lange wartet und die Faser selbst von den Mikroorganismen angegriffen wird. Das hat zur Folge, dass sie bricht und entsprechend kurz und nicht reissfest ist. Sind die Fasern noch zu stark verklebt, bringt das später bei der Weiterverarbeitung auch keine Freude und wieder Bruch. Da braucht es doch ziemliches Fingerspitzengefühl – das hoffentlich mit zunehmender Anbauerfahrung kommen wird…

Die Wasserröste
Zum Ende meiner Erntezeit bekam ich noch eine größere Menge Flachs aus dem Freilichtmuseum in Molfsee (Danke hierfür! – übrigens auch Kooperationspartner von 1qm Lein). Deshalb beschloss ich, auch die Wasserröste auszuprobieren. Das größte Problem war, hierfür ein passendes Gefäß zu finden! Mein Traum wäre eine schöne Zinkbadewanne gewesen, aber das sollte wohl nicht sein. Letztendlich habe ich meine Papiertonne dafür zweckentfremdet. Das stellte sich als perfekt heraus – gut zu handeln ohne spätere Lagerprobleme.
Für die Wasserröste verwendete ich zum Großteil Regenwasser und ergänzte es durch Wasser aus dem Schlauch. Das nächste Mal würde ich es gerne mal mit Meereswasser probieren, das soll auch möglich sein. Aber so konnte ich die entstehende Jauch gut verdünnt im Garten als Dünger einsetzen. Meine übrigen Pflanzen freuten sich! Die Röste geht hier um einiges schneller, deshalb habe ich nach einer Empfehlung des Museumsdorfs Volksdorf (auch Kooperationspartner von 1qm Lein) ein kleines Bündel einen Tag vor dem Rest in der Tonne versenkt. Dieses Kontrollbündel half mir zu entscheiden, wann ich die Röste beenden konnte und senkte das Risiko der Überröstung.
Ich hatte schon angedeutet, dass meine Flachspflanzen zum Ende hin mit Mehltau zu kämpfen hatten. Das galt auch für die Pflanzen aus Molfsee. Der Röstvorgang dauerte deshalb wohl auch nur ein paar Tage. Der Pilz und das feuchte Wetter hatten wohl schon gute Vorarbeit geleistet. Bin gespannt, ob ich diese Erfahrung nächstes Jahr bestätigen kann.

Ein weiterer Unterschied bei den beiden Vorgehensweisen ist die Farbe der Flachsfasern. Bei der Tauröste erzielt man den wohlbekannten silbergrauen Farbton, wogegen die Wasserröste zu einem goldgelben, hellen Ton führt. Das könnte für alle interessant sein, die die Fasern nachher ungefärbt verspinnen und verarbeiten wollen. Auf natürliche Weise kann man hier noch ein bisschen Nacharbeiten, indem man die gewaschenen Fasern/Garne/Webstücke im kommenden Jahr zum Bleichen in die Sonne.
Trocknen/Darren – Brechen – Schwingen – Hecheln
Streng genommen ist der Röstprozess erst abgeschlossen, wenn die Halme vollständig durchgetrocknet sind. Je trockener sie sind, umso leichter lassen sie sich dann auch weiter verarbeiten. In kleinen Mengen kann man sie dann zum Schluss hierfür ins Haus nehmen und am Ofen oder an der Heizung lagern. Ein Teil meiner Flachshalme durfte in der Restwärme im Molfseer Backhaus durchtrocknen.
Auf jeden Fall hat man erstmal etwas Verschnaufspause. Traditionell verlegte man die folgenden Arbeiten in die Spätherbst und Wintermonate, in denen auf den Feldern nicht mehr viel zu tun und die Ernte versorgt war.
Brechfest auf dem Kunzenhof
Ich durfte am 25.10.25 zum Brechfest auf den Kunzenhof. Was für ein spannender Tag! 1000 Dank auch nochmal an Gabriele, die trotz aller widrigen Umstände (das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite) diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht und uns mit viel Geduld und Wissen in die Aufbereitung der Flachsfaser eingewiesen hat.
Darren und Brechen
Damit die Halme wirklich gut durchgetrocknet sind, haben wir sie dort über dem Feuer regelrecht geröstet und noch warm mit einer Flachsbreche gebrochen.


Dabei fielen schon viele Holzstückchen, die sogenannten Schäben, aus dem Inneren der Halme heraus. (Jetzt könnt Ihr ahnen, warum man von schäbiger Kleidung spricht – da war wohl jemand nicht so fleißig beim reinigen der Fasern…) Die Konstruktion der Flachsbreche ermöglichte auch ein leichtes Abstreifen unerwünschter Teilchen, indem die Flachsbündel mehr oder weniger durch die Breche gezogen wurden.
Schwingen
Dieser Prozess konnte dann am Schwingbock fortgesetzt werden. Dieser steht aufrecht und mit einem Schwingmesser werden weiter kurze Fasern und Holzteilchen abgeschlagen.

Hecheln
Man erhält den sogenannten Schwingflachs, der an Hecheln in verschiedener Stärke noch weiter von kürzeren Fasern und Holzteilchen bereinigt wird. Dabei konnte jeder entscheiden, wie weit er beim Auskämmen der kürzeren Fasern ging. Der Kompromiss lautet Länge gegen Menge und Qualität. Aber dieses Problem kennt man als Handspinner, so man Wolle direkt vom Schaf bezieht…


Den gehechelten Langfaserflachs haben wir dann zu sogenannten Puppen gedreht und die kurzen Fasern sortiert nach Verunreinigungen gesammelt. Diese kurzen Fasern werden als Werg oder Hede bezeichnet, oder je nach Arbeitsschritt, bei dem sie anfallen, als Schwing- oder Hechelhede bzw. Hechelwerg.
Die saubereren Teile haben wir dann mit einer Maschine kardiert und zu Kardenbändern gezogen. Diese kann man ganz „normal“ verspinnen, wie man das von Wolle und anderen Fasern kennt. Sie ergeben etwas gröbere Garne.


Wo bleibt das Hemd- der Tischläufer?!??
In diesem Beitrag teile ich meine ersten Erfahrungen mit dieser besonderen heimischen Pflanzenfaser – also als absoluter Laie. Wenn Ihr ähnliche oder auch andere Erfahrungen gesammelt habt, schreibt mir gerne über die Kommentare!
Auf dem Weg zum Tischläufer aus dem eigenen Garten bin ich einige Schritte weiter gekommen, aber noch nicht am Ziel. Mit den ersten Fasern konnte ich jetzt schon experimentieren und verschiedene Spinntechniken und Hilfsmittel ausprobieren. Davon werde ich baldmöglichst berichten!
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